Karfreitag, 19. April · 19:30 Uhr
Kreuzkirche  JOH. SEB. BACH
MARKUSPASSION
BWV 247

KREUZ-KIRCHE-MUSIK E.V.

Willkommen beim Informationsportal des Kreuz-Kirche-Musik e.V.

Informationen

Spenden über PayPal

Zur Unterstützung unserer Arbeit nehmen wir gern Ihre Spenden entgegen. Wir haben dafür ein PayPal-Spendenkonto eingerichtet.

Falls Sie lieber direkt auf unser Vereinskonto einzahlen möchten, finden Sie hier die Daten.

In welcher Form und Höhe auch immer sie geschieht:
Wir danken herzlich für Ihre Zuwendung!

Willkommen beim Informationsportal des Kreuz-Kirche-Musik e.V.

Unser Ziel

ist die Sicherung großer Konzerte in hoher Qualität zu moderaten Preisen durch

  • finanzielle Beteiligung
  • Nachwuchsförderung
  • Wecken des Interesses bei Kindern und Jugendlichen.

Wir informieren Sie hier über alle Konzerte und Veranstaltungen.
Vergangene Konzerte finden Sie im Archiv. Rezensionen sind dort ebenfalls erreichbar.

Auf der Seite »Verein« finden Sie Wissenswertes zur Mitgliedschaft und zu weiteren Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen. Wenn Sie Konzertkarten oder Tonträger erwerben möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail.

 

Jahresprogramm 2019

Informationen

Jahresprogramm 2018

Jahresprogramm 2019

Das Jahresprogramm 2019 der Konzerte in der Kreuzkirche und für die Musikalischen Vespern in der Jakobikirche ist nun online. Damit Sie es jederzeit zur Hand haben, bieten wir Ihnen hier die Digitalvariante zum Download an.

Aktuell mit möglichen Änderungen finden Sie das Programm für 2019 auf unserer Konzert-Seite

 

Unser nächstes Konzert: Johann Sebastian Bach: Markuspassion BWV 247

Karfreitag · 19. April 2019 · 19:30 Uhr

Kreuzkirche

Dorothea Wagner, Sopran
Annekathrin Laabs, Alt
Tobias Schäfer, Tenor
Michael Putschli, Sprecher

Kantorei der Kreuzkirche
Chemnitzer Barockorchester

Leitung: Steffen Walther

Programmheft

Eintrittskarten zu 20 € (ermäßigt 17 €), 16 € (ermäßigt 13 €), 12 € (ermäßigt 10 €) erhalten Sie bei Touristinformation Markt 1, Evangelische Buchhandlung Reitbahnstr. 13, Lessing & Kompanie Franz-Mehring-Str. 8 und in der Kanzlei der Kreuzkirche, Henriettenstr. 36, 09112 Chemnitz, Tel. 302075

Zur Markuspassion in der Kreuzkirche Chemnitz existiert ein Facebook-Veranstaltungseintrag. Bitte teilen Sie ihn mit anderen, bekunden Sie Ihre Teilnahme oder Ihr Interesse oder laden Sie Ihre Freunde ein. Vielen Dank dafür!

Einladungsblatt

Unser nächstes Konzert: Johann Sebastian Bach: Markuspassion BWV 247


Zum ersten Mal erklingt in der Kreuzkirche die Markuspassion von Johann Sebastian Bach, deren Libretto von Picander vollständig erhalten ist. Die Musik hingegen gilt als verschollen.
Auf wissenschaftlicher Grundlage war es jedoch möglich, Teile dieses großen Passionsoratoriums zu rekonstruieren.
Das Werk wurde von Bach am Karfreitag 1731 in Leipzig uraufgeführt und 1744 in einer überarbeiteten Fassung wiederholt.
In unserer Aufführung werden ausschließlich von Bach selbst komponierte Teile erklingen. Auf eine historisierend empfundene Nachkomposition verschollener Passagen wird ebenso konsequent verzichtet wie auf zeitgenössische Ergänzungen.

 

 

Steffen Walther zur Aufführung der Markuspassion in der Kreuzkirche

Vor uns liegt die Karwoche und für uns als Höhepunkt die Aufführung der Markuspassion von Johann Sebastian Bach.
Es ist eines von wahrscheinlich fünf Passionsoratorien, die der große Thomaskantor in seinen Leipziger Jahren komponierte, wie Carl Philipp Emanuel Bach in seinem Nekrolog berichtet. Vollständig erhalten sind nur die Johannes- (1723) und Matthäuspassion (1727). Von zwei weiteren Passionen fehlt jede Spur.
Die Markuspassion, komponiert 1731, erweitert 1749, konnte in einigen Teilen so rekonstruiert werden, dass eine Aufführung lohnenswert ist.

Als ich mich vor ein paar Jahren entschied, diese so wunderbare Musik in der Kreuzkirche am Karfreitag 2019 aufführen zu wollen, stellte sich sogleich die Frage, in welcher Form.
Reizvoll ist natürlich der Kontrast mit zeitgenössischen »Gegenüberstellungen«. Neukompositionen der verschollenen Teile stehen der barocken Tonsprache bewusst gegenüber. Einiges, was jetzt auch im Netz auffindbar ist, scheint mir jedoch wenig überzeugend, andere Kompositionen setzen auf einen Profichor und scheiden daher für uns wegen des exorbitanten Schwierigkeitsgrades von vorn herein aus.
Musikalisch sehr gelungen und auch für Kantoreien praktikabel ist die Neukomposition des Leipziger Komponisten Volker Bräutigam (ich selbst kam in meinem Studium in den Genuss eines Kompositionsseminares von ihm). Sie setzt aber modernes Instrumentarium voraus, also eine Stimmtonhöhe von 440 Hz.

Da für mich aber an erster Stelle die Schönheit der Bachschen Musik in ihrer größtmöglichen Differenzierung steht, wollte ich auf die Mitwirkung eines Barockorchesters nicht verzichten. Daher schied diese Version aus.

Im Bachstil historisierend gehaltene Nachkompositionen stehen für mich hingegen absolut nicht zur Diskussion. Auch wenn sie barock gefällig klingen mögen, fallen sie doch gegenüber der enormen Komplexität der Originale Bachs geradezu krass ab.

So blieb als Ausweg, die nicht mehr überlieferten biblischen Passagen gesprochen zu rezitieren. Und in diesem »Ausweg« liegt eine große Chance.
Mit Michael Putschli konnte ein Schauspieler gewonnen werden, der sich mit den Texten voll identifiziert und diese ausdrucksstark vortragen wird. Dabei fiel die Entscheidung auf die kraftvolle Übersetzung Martin Luthers, die aber unserer heute geläufigen und verständlichen Sprache angepasst wird.
Somit entsteht ein dem Oratorium ursprünglich nicht innewohnender neuer dramatischer Effekt: der des Melodrams.

Was ist nun das Besondere an den Bachschen Teilen der Markuspassion?
Zum einen die Besetzung des Orchesters: Neben den Streichern und dem Basso continuo erklingen die milden Oboen d'amori. Besonders die Omnipräsenz der Traversflöten, die als Modeinstrument (Friedrich II.!) der 30er und 40er Jahre des 18. Jh. die Violine ablösten, entsprechen nun schon ganz dem modernen Klangbild der Empfindsamkeit. Völlig kontrastierend dazu stehen die damals schon als »altmodisch« betrachteten Gamben für eine besondere Intimität. Es ist für den reifen und sämtliche Stile und Kompositionstechniken seiner Zeit souverän beherrschenden Bach typisch, Antikes und Aktuellstes in größter Meisterschaft zu vereinen.
Zum anderen ist es die Zartheit der Arien, die in dem dramatischen Umfeld eine unglaublich weise anmutende Heiterkeit ausstrahlen.

Lassen Sie sich und die Zuhörer in den Bann dieser Musik ziehen!