Freitag, 4. Mai 2018 · 19 Uhr · Kreuzkirche
Sächsisches Mozartfest 2018
ERÖFFNUNGSKONZERT

KREUZ-KIRCHE-MUSIK E.V.

Ekkehard Hering ist Mozartpreisträger der Sächsischen Mozartgesellschaft

Erschienen am 18. April 2018

Freie Presse

Autorin: Jana Peters
Foto: Andreas Seidel
Quelle: Freie Presse, 18.04.2018, Ausgabe Chemnitz, S. 11.

Ekkehard Hering ist Mozartpreisträger der Sächsischen Mozartgesellschaft

Mit Oboe, Herz und Engagement – Musiker erhält Mozartpreis

von Jana Peters, Freie Presse

Seit 1983 ist Ekkehard Hering Mitglied der Robert-Schumann-Philharmonie. In seiner Freizeit kümmert er sich um ein anderes Ensemble. Die Sächsische Mozartgesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, weit über den Tellerrand der Stadt, ja Sachsens, hinauszusehen. Das wird auch an der Vergabe des Mozartpreises deutlich, mit dem in jedem Jahr zum Eröffnungskonzert ein Musiker geehrt wird. Im vergangenen Jahr erhielt den Preis der tschechische Cembalist, Hornist und Dirigent Václav Luks. 2016 war der Dresdner Pianist Peter Rösel und im Jahr zuvor die in Salzburg aufgewachsene Violinistin Midori Seiler Preisträger. Doch in diesem Jahr geht der Preis an einen Chemnitzer. Ekkehard Hering, Oboist der Robert-Schumann-Philharmonie, wird ihn am 4. Mai in der Kreuzkirche erhalten und selbst als Solo-Oboist das Konzert mitspielen.
Franz Wagner-Streuber, Vorstand der Sächsischen Mozart-Gesellschaft, erklärt die Entscheidung so: Durch Ekkehard Hering habe sich ein kulturell-musikalischer Anspruch über den städtischen Tellerrand hinaus entwickelt. Die Verbundenheit zu Chemnitz, seine Persönlichkeit und deren Resonanz seien die Triebkraft für herausragende und die Attraktivität der Stadt prägende Konzerterlebnisse. Hering selbst sagt, es sei ein besonderer Preis für ihn, der ihn mit Stolz erfülle, weil er eben aus Chemnitz komme. »Die Musik vor Ort bedeutet mir viel, die Kirchenmusik hier ist mir sehr wichtig und ich bin in der Gemeinde der Kreuzkirche zuhause.«
Seit Anfang an ist Hering mit dem Verein Sächsische Mozartgesellschaft verbunden. Daraus entwickelte sich das sogenannte Netzwerkorchester, das in diesem Jahr zum Eröffnungskonzert in der achten Auflage zusammenkommt. Darin spielen Musiker aus acht verschiedenen Orchestern, darunter dem Gewandhaus, der Staatskapelle Dresden, der Elblandphilharmonie und den Duisburger Philharmonikern. Hering ist es, der die Musiker – in diesem Jahr sind es 35 – zusammenbringt. Er lädt Freunde, Studienkollegen und Freunde von Freunden ein. Dazu frage er Musiker, mit wem sie gern spielen möchten, »mit wem es funkt«. Für die Proben gibt es dann drei Tage Zeit. Hering kümmert sich um die ganze Organisation, wer wann was spielt, von welchem Verlag die Noten kommen, aber auch um die Verpflegung der Musiker. Die Mozart-Gesellschaft bezeichnet ihn als Spiritus Rector des Netzwerkorchesters.
Darüber hinaus ist Hering einer der Gründer des Chemnitzer Barockorchesters, das spezialisiert ist auf die Musik des 18. Jahrhunderts, mit Bach, Händel und Telemann, »aber auch mit Ausflügen bis hin zu Mozart«, so Hering. Auch dieses Ensemble hat Konzerte für das Mozartfest gespielt. Und genau dieses Engagement für die hiesige Musik wird mit dem Preis geehrt.
Hering ist in Neuhaus an der Elbe in der Nähe von Schwerin aufgewachsen. Nachdem er Blockflöte gelernt hatte, stellten ihm seine Eltern im Alter von zehn Jahren zur Wahl, entweder Flöte oder Oboe zu lernen. Seine Lehrerin habe ihm zur Oboe geraten und dem sei er gefolgt, obwohl er gar nicht gewusst habe, was das ist, sagt er. Es war offenbar die richtige Wahl. 1983 kam er nach seinem Studium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin nach Karl-Marx-Stadt und wurde Solo-Oboist. Nach 23 Jahren auf dieser Position entschied er sich, an die Stelle der zweiten Oboe zu wechseln, weil ein Kollege das Orchester verließ. »Wenn man diesen Sprung verpasst, kann es zur Qual werden«, so der 56-Jährige, und freie Stellen kämen nicht alle Tage. Man werde im Alter nicht unbedingt besser. Er übe heute mehr als früher, verrät er, um den Leistungsanschluss an jüngere Kollegen, die alle sehr gut ausgebildet seien, zu schaffen. »Da muss ich dran bleiben, das reicht sonst nicht an meinen Anspruch heran.«

 

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Unser nächstes Konzert: Sächsisches Mozartfest 2018: Eröffnungskonzert

Fr · 4. Mai 2018 · 19 Uhr

Kreuzkirche

Saskia Giorgini, Klavier
Netzwerkorchester VIII
Leitung: Eckehard Stier

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mit Verleihung des Mozartpreises 2018 an Ekkehard Hering

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)

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